Kleidung selber nähen

Wer heute stets modisch unterwegs sein möchte muss oft tief in den Geldbeutel schauen, denn Designerware und qualitativ hochwertige Marken bieten ihre Produkte natürlich nicht zum Schleuderpreis an. Dabei könnte man es so viel einfacher haben, allerdings benötigt man dafür auch eine gehörige Portion Talent. Die Rede ist hier vom eigenständigen Nähen der Kleidung. Als Grundvoraussetzung sollte man zumindest einmal einen Nähkurs besucht haben und schon das eine oder andere Probestück genäht haben bevor man sich im Internet teure Leinenstoffe bestellt und richtig loslegen will. Die Frage ist im Ernstfall auch, ob man sich zuerst einen Stoff aussucht und danach das passende Schnittmuster wählt oder ob man es genau umgekehrt macht und den Stoff an ein gegebenes Muster anpasst. Den Fakt ist, dass nicht jeder Stoff auch für jedes Muster geeignet ist. Unter anderem spielen dabei die Beschaffenheit, das Gewicht und auch der Fall eine entscheidende Rolle und können am Ende eine extrem unterschiedliche Wirkung im finalen Kleidungsstück haben. Manchmal kann es sogar passieren, dass durch den falschen Stoff ein Muster überhaupt nicht zu verwirklichen ist, was man natürlich erst dann merkt, wenn es bereits zu spät ist. Oftmals bekommt man bei Vorlagen zu Schnittmustern im Netz auch schon gleichzeitig Stoffe angezeigt, die sich hierfür bestens eignen. Damit sollte man immer auf der sicheren Seite sein und verschwendet keine Materialien.

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Doch auch nicht jedes Schnittmuster passt zu jedem Menschen. Wenn man sich zum Beispiel auf ein Kleid mit Empire Linie bezieht muss man leider einsehen, dass einem ein selbstgenähtes Kleid in diesem Stil nicht stehen wird, wenn einem ein Original am eigenen Körper schon nicht 100 prozentig gefällt. Sollte man sich unsicher sein empfiehlt es sich vor dem Kauf eines Musters zunächst im Fachhandel ähnliche Teile anzuprobieren und dann realistisch selbst mit sich ins Gericht zu gehen. Nach der Wahl des Musters ist der nächste entscheidende Faktor die Größe. In den meisten Fällen bekommt man eine passende Größentabelle mit angegeben, im Zweifel muss man aber selbst zum Maßband greifen und sich von unten bis oben vermessen. So ist für Oberteile beispielsweise der Brustumfang die entscheidende Variable, während es bei Röcken, Hosen oder Shorts am meisten auf den Hüftumfang ankommt. Letztendlich gibt es sehr viele Faktoren zu beachten bevor man endgültig mit dem Schneidern und Nähen anfangen kann. Immerhin soll am Ende auch ein Erfolg zu Buche stehen, doch wie so oft gilt auch hier, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist. Jeder der sich dafür interessiert sollte zumindest einmal den Versuch starten und sich für einen Nähkurs anmelden.

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